Sascha, wie sie leibt und lebt…

Wer schaut jeweils die TV-Serie «Der Lehrer»?

Ich muss Euch jetzt einfach einmal etwas Lustiges erzählen – Sascha live – einfach, weil ich bin, wie ich bin…

Ich kann diese Serie nicht schauen, ohne dass mir dieser Abend, ich glaube, es war im Herbst 2009, wieder in den Sinn kommt.

Das Ganze hat eigentlich mit Marc Meier begonnen. Der sympathische, adrette junge Doktor aus der Serie Doctor’s Diary!
Und genau diese Serie – und auch «Der Lehrer», was mich zu jenem Zeitpunkt jedoch wenig interessierte, da ich sie auch gar nicht kannte – waren für den Deutschen Comedypreis nominiert.

Einmal dabei sein und Dr. Meier live sehen… Das wäre es doch! Also nicht lange gefackelt und mit meiner Nachbarin Flug, Hotel und Eintrittstickets in Köln gebucht. Wir ergatterten uns ein Zimmer zum Schnäppchenpreis im Mariott. Dort angekommen, blieb uns auch noch Zeit für eine kleine Besichtigung des Kölner Doms von aussen und der Erkundigung der Shoppingmeile der Innenstadt.

Aufgebrezelt und bester Laune verliessen wir am frühen Abend die Hotellobby mit der Absicht, uns ein Taxi zu nehmen. Die Verleihung fand etwas ausserhalb von Köln statt.

Als wir ins Freie traten, stand da eine schwarze Audi Limousine, angeschrieben mit «Deutscher Comedypreis».
Da lag mein Gedanke nahe, dass der Fahrer eigentlich zum selben Ort wollte, wie wir…
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Also ich zum Fahrer hin und fragte ihn ganz freundlich in meinem einwandfreien Hochdeutsch, ob es möglich wäre, dass wir mitfahren könnten. Wir hätten ja das gleiche Ziel.
Etwas überrumpelt von einer solchen Dreistheit ( 😉 ) antwortete er zögerlich, dass er eigentlich nur einen Gast fahre und deshalb Platz vorhanden wäre. Er müssen diesen jedoch erst fragen. Kein Problem, dachten wir, und warteten, wer sich denn als Fahrgast herausstellen würde.
Wir waren zwar etwas enttäuscht, diesen Herrn nicht zu kennen, der auch schon kurze Zeit später ins Freie trat und auf uns zukam, aber immer noch voller Hoffnung.

Der freundliche Herr hatte nichts einzuwenden, dass wir ihm in der Limousine Gesellschaft leisten würden. Also stieg meine Kollegin hinten links ein, da der Fahrer ihr dort die Tür öffnete. Dann kam er ums Auto herum und öffnete die hintere rechte Tür für den eigentlichen Gast.

So, und jetzt muss ich kurz meinen Gedanken erklären, der mir dabei durch den Kopf schoss. Der vorhandene Raum für die Beine hinten war doch eher beengend und der Herr nicht gerade klein. Bei uns zu Hause ist es so, dass die Kinder, wenn beide Erwachsenen mitfuhren, immer hinten sitzen mussten. Das heisst, für mich ist der vordere Sitz der privilegiertere.

Also kam ich den Herren zuvor und sagte: «Ich kann gut hinten sitzen, kein Problem!» Und zum «mir unbekannten» Promi gewandt: «Sie können gerne vorne sitzen, da haben Sie mehr Platz».
Ein kurzes Zögern beim Fahrer, ein Blick zum Gast und ich dachte nur, dass ich dem armen Mann ja nicht zumuten wollte, sich dort hineinzuquetschen.
Weshalb der perplexe Fahrer dann noch etwas murmelte wie «Moment, dann muss ich den Stuhl wieder nach hinten stellen», nahm ich zur Kenntnis, machte mir aber keine weiteren Gedanken und quetschte mich hinten rein.

Los ging’s in den Abendverkehr von Köln. Meine Kollegin und ich wussten nicht so recht, wie wir nun herausfinden sollten, mit wem wir denn nun das Auto teilten… Falls er berühmt war und wir ihn nicht erkannten, wäre das nicht so schmeichelhaft gewesen…

Ich glaube, er wollte dann zuerst wissen, ob wir das erste Mal in Köln seien. Wir erzählten ihm, dass wir extra aus der Schweiz hergeflogen seien, um hoffentlich Florian David Fitz bei der Verleihung zu sehen!
Ups – das Fettnäpfchen leider nicht verfehlt, sondern voll reingetreten!
Es stellte sich heraus, dass dieser nette Herr bei der Konkurrenz mitspielte. Vor mir sass also Rainer Piwek alias Karl Sievers aus der Serie «Der Lehrer»…

Er fand es lustig und wir unterhielten uns blendend während der restlichen Fahrt.

Die Nervosität stieg – ob Dr. Meier wohl erscheinen würde???

Ok, wir sassen also in dieser Limousine mit einem Schauspieler, der in einer Serie mitspielt, die an jenem Abend für den Comedypeis nominiert war.
Das heisst, wir fuhren in dieser Limousine direkt vor den Eingang des Coloneums, wo Fotografen herumstanden, um Bilder der ankommenden Promis zu schiessen.

Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen!

Wenn eine Limousine vorfährt, wird von aussen die Türe geöffnet… und zwar hinten rechts!!!

Ups again – da sass ja ich – grööl!!!

Nach einem kurzen Durcheinander standen wir dann zusammen mit Herrn Piwek wieder im Freien. Wir bedankten uns herzlich und wünschten ihm viel Erfolg – obwohl – sorry, der Daumen ganz klar für die Ärzte gedrückt war…

Dieser sympathische Schauspieler verabschiedete sich von uns und drückte uns auch noch zwei Gutscheine in die Hand, damit uns nach der Show eine Limousine wieder ins Hotel zurückfuhr.

WOW – war für ein Abend! Was für ein Erlebnis!
Da war es nicht so schlimm, dass Dr. Meier schlussendlich gar nicht an der Verleihung auftauchte, obwohl die Ärzte den Preis gewannen…

Wie schön, dass nach dem langen Abend dann die Limousine vor dem Eingang schon auf uns wartete 😊 Ab ins Hotel, noch einen «Schlummi», und dass sie mich am nächsten Tag fast wieder aus dem Flugzeug warfen und in Quarantäne steckten, das ist eine andere Geschichte…

Die Geschichte hat sich wirklich so zugetragen. Leider und aus undefinierbaren Gründen sind alle Fotos verschwunden, die wir vor der Show mit vielen verschiedenen Promis wie Bastian Pastewka, Mario Barth etc. geschossen hatten…

 

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